Plane zwei Minuten Atemvorbereitung: ein physiologischer Seufzer, dann vier ruhige 4-6-Zyklen. Richte den Blick weich, lockere Kiefer und Schultern. Wiederhole innerlich deinen Kernsatz, kurz und freundlich. So kommst du präsent an, ohne zu erstarren. Wenn die Stimme zittert, verlängere unauffällig die Ausatmung. Nach dem Gespräch notiere, welche Worte halfen, und setze dir einen kleinen Dank, damit das Gehirn die hilfreiche Sequenz speichert.
Wenn Kinder gleichzeitig etwas wollen, steigt die Reizdichte brutal. Lege einen sichtbaren Anker in die Küche, atme drei ruhige Nasenzyklen, bevor du antwortest. Sag laut: Einen Moment, ich atme. Das schafft Präsenz und Vorbildwirkung. Experimentiere mit spielerischen Atemsignalen, etwa Hände auf den Bauch. Kinder spiegeln oft gerne mit. Fehler sind okay; du übst nicht Perfektion, sondern Verbindung. Notiere abends einen kleinen Lichtblick.
Lege dich bequem hin, eine Hand auf den Bauch, die andere auf das Herz. Atme länger aus, als du einatmest, und flüstere innerlich: jetzt loslassen. Zähle Ausatmungen bis zehn, beginne dann neu. Wenn Gedanken zurückkehren, kehre freundlich zum Zählen. Kombiniere bei Bedarf mit einem offenen Fenster oder kühlerer Raumluft. Nicht einschlafen zu müssen, nimmt Druck; paradoxerweise fällt Schlaf dann leichter.